Vertreter des EL-Team Münsterland waren dabei
Lüdinghausen. Elektromobilität ist im Alltag angekommen. Aber es gibt sie noch, die alten Pioniere aus der Zeit der Jahrhundertwende. In Lüdinghausen ging es 1999 los mit dem Sunny-Cani-Team und einem geschenkten CityEL aus dem Autohaus Rüschkamp. 2008 wurde daraus das EL-Team Münsterland, das bereits eine kleine Flotte von mehreren CityELs besaß. Ein anderes Pionierfahrzeug aus dieser Anfangszeit war der Hotzenblitz, ein zweisitziges E-Cabrio. Eigentümer eines solchen Urgefährts der Elektroauto-Szene waren und sind immer noch Franz und Margret Lödding aus Westenholz. Sie veranstalteten 2008 das erste Westenholztreffen in Delbrück. Gäste der ersten Stunde waren Mitglieder des EL-Team Münsterland, die sich Jahr für Jahr an den Ausfahrten in Ostwestfalen beteiligten. Dies Jahr ging es mit dem Konvoi der Elektroautos zunächst nach Oerlinghausen zum Besuch der Klimaerlebniswelt. Dort werden spielerisch und praxisnah Lösungsansätze zum Thema Klimawandel vermittelt. Fahren mit Strom, Erzeugung von Strom durch Sonne und Wind, also die nachhaltige Nutzung erneuerbarer Energien, das sind die Themen der E-Fahrer seit 25 Jahren, und in dieser Zeit ist auch der immer bedrohlicher werdende Klimawandel immer mehr ins Bewusstsein der Menschen eingedrungen. Immer noch steigender CO2-Ausstoß und schneller als berechnet steigende Durchschnittstemperaturen führen regelmäßig zu Katastrophen, auf die sich die Menschen notgedrungen einstellen müssen. Auf dem Rückweg führte die Tour durch die Senne, in der in den 1930er Jahren von den Nazis ein großer Truppenübungsplatz angelegt worden war. Zum Mahnmal für den Frieden wurde der 1939 geschleifte Ort Haustenbeck, von dem nur noch die zerstörte Kirche zu sehen ist. Weil jetzt in der Senne extrem schützenwerte Lebensräume und seltene Arten existieren, ist sie im Rahmen von Natura 2000 als Fauna-Flora-Habitat- und Vogelschutzgebiet ausgewiesen, kleinere Bereiche sind offiziell als Naturschutzgebiete anerkannt. Danach ging es noch zum Landschaftsschutzgebiet Steinhorster Becken in der Rietberger Emsniederung. 1972 als Hochwasser-Rückhaltebecken fertiggestellt dient es heute als Brut-, Rast- und Überwinterungsgebiet für seltene Wat- und Wasservögel. Abends kamen die Teilnehmer der Exkursion am Grillfeuer in der Löddingschen Remise zusammen. Nach dem Sonntagsfrühstück war dann letztes Ziel der historische Stadtkern von Rietberg, der „Stadt der schönen Giebel“. Mit dem schon zur Tradition gewordenen Eisessen an der Ems ging das perfekt organisierte Treffen der Elektroautofreunde zuende. www.el-team-muensterland.de