Ellert ist in Dänemark der beliebte Begriff für ein kleines 3-Rad-Elektrofahrzeug, das speziell für kürzere Fahrten gedacht war. Nachdem die Produktion 2018 endgültig eingestellt wurde und viele ältere Menschen ihre alten ELs abgeben, entsteht gerade eine neue Szene von jüngeren Enthusiasten, die die ausrangierten Elektroflitzer annehmen, liebevoll restaurieren, z.T. elektrotechnisch auf den neuesten Stand bringen und als Gebrauchtfahrzeuge entweder selbst nutzen oder wieder auf den Markt bringen.
Targa oder geschlossene Limousine
Die Geschichte
Anfang der 1980er Jahre erfand der Ingenieur Steen Volmer Jensen den kleinen Ellert. Es wurde jedoch 1985 erstmals unter dem Namen U36 auf einer Automesse im Bella Center präsentiert und mit Unterstützung der dänischen Technologieagentur entwickelt. 1987 begann die Fabrik El-Trans in Randers mit der Produktion eines Elektro-Dreiradwagens namens Mini-El. Später wurden in Dänemark produzierte Modelle Mini-El City genannt, aber der Name wurde in City-El geändert, als sie nach Deutschland exportierten, wo Mini nicht im Namen verwendet werden durfte. Die in Deutschland produzierten Modelle tragen heute den Namen CityEl.
Das CityEl ist ein einsitziges Elektroleichtfahrzeug. Ursprünglich begann die Produktion in Dänemark. Das Werk wurde dann nach Deutschland verkauft. Heute werden die kleinen Elektro-Flitzer in Aub bei Würzburg unter der Regie von Karl Nestmeier gefertigt.
Das CityEl ist ein einsitziges Elektroleichtfahrzeug. Ursprünglich begann die Produktion in Dänemark. Das Werk wurde dann nach Deutschland verkauft. Heute werden die kleinen Elektro-Flitzer in Aub bei Würzburg unter der Regie von Karl Nestmeier gefertigt. Die Elektronik und der Antrieb wurden modifiziert und weiterentwickelt, das äussere Erscheinungsbild weitgehend beibehalten. Die Fahrleistungen des Elektroflitzers liegen je nach Version bei 45 km/h oder 55 km/h Spitze und 25 bis 50 km Reichweite je nach Motorisierung, Akkus und Fahrweise. Wer sich heutzutage ein CityEl zulegen möchte, kann sich (rein äusserlich) entscheiden zwischen dem „Basic“, der geschlossenen Version, und dem „OpenFun“, einem Teilcabrio. Vollkcabrios sind manchmal noch als Gebrauchtfahrzeuge erhältlich, werden aber nicht mehr gefertigt. In der Motorisierung gibt es derzeit das Standard-Modell mit 2,5 kW Reihenschlussmotor und Riemenantrieb und dem neuen, etwas effizienteren Scheibenläufermotor mit Kettenantrieb. Letzerer, etwas teurer und wartungsintensiver (Kette) entfaltet seine vollen Vorteile im ländlichen Bereich, wo mit Prototypen Reichweiten von an die 100 km erreicht wurden.
CityEL Vollcabrio
Insgesamt wurden ca. 4.400 Exemplare in Dänemark hergestellt. 1995 wurde die Produktion von einem deutschen Händler übernommen und nach Deutschland verlegt, soweit bekannt, die Produktion im Jahr 2018 eingestellt wurde.
Die Produktion des CityEL in Deutschland wurde zunächst von der CityCom Elektromobile GmbH (ab 1995) und später von der CITYCOM AG (ab 1999) übernommen, bevor die Ellert-Rent GmbH (ab 2012) die Vermögenswerte der insolventen Smiles AG (ehemals CITYCOM AG) erwarb.
Die deutsche Fabrik hat sich mit einer kleineren Produktion niedergelassen und vor der Schließung der Fabrik im Jahr 2017 rund 1600 Stück produziert. In den frühen 2000er Jahren kam zusätzlich eine verbesserte Version namens CityEl Fact4, etwa 2008 wurde die Produktion des älteren CityEl eingestellt und man produzierte nur noch den CityEl Fact4.
03.1996 CityCom GmbH Das erste CityEl wurde in Aub vorgestellt
1998 Die Produktion wurde in einer Miethalle nach Kitzingen verlegt
2001/2002 CityCom GmbH wird zur Citycom AG
2002 Umzug der Fabrik in neue Räumlichkeiten in Aub-Baldersheim
08.2002 Neues Modell CityEl Fact4 wird vorzentriert
2007 CityCome an der Börse in Deutschland
2008 Lithium-Batterien eingeführt
2009 CityCom AG wird als Smiles AG weitergeführt
2012 Smiles AG geht bankrott
2012 Ellert rent GmbH (ehemals CityCom GmbH) zieht zurück ins Werk Aub
2017 Letzter Ellert (oder CityEL) mit der Seriennummer S05943 rollt aus der Fabrik.
Alles ohne Gewähr, die Quellen waren teils wiersprüchlich.
Sonderausstellung
vom 8. Februar 2025 bis zum 18. Oktober 2026 im museumoj.dk in Randers
Gegen 9 Uhr trafen die Mitfahrerinnen und Mitfahrer auf dem Wanderparkplatz an der Hohensyburgstraße ein und starteten 9.30 Uhr zur Besichtigung der Hohensyburg und des Denkmals.
Martin begrüßt die Gäste und verteilt die Programme.
„Im 19. Jahrhundert bekam das Bergplateau auf dem Syberg, auf dem sich noch heute die Ruinen der mittelalterlichen Burganlagen befinden, im Zuge der deutsch-nationalen Denkmalsbewegung eine neue Funktion zugesprochen. Während der Vincketurm von 1857 noch einer Frühphase angehört, stellt das 1902 eröffnete Kaiser-Wilhelm-Denkmal ein steingewordenes Zeugnis des Wunsches dar, die karolingische Geschichte in einen Sinnzusammenhang mit Kaiser Wilhelm I., den »Reichseiniger«, zu stellen.“
Gruppenfoto vor dem Kaiser
Zweites Ziel war das Schloss Hohenlimburg, wo bei der Besichtigung auch viel Zeit für Gespräche über die Autos und damit erlebte Geschichten blieb.
Wer ist länger dabei?
„Das Schloss Hohenlimburg ist die einzige weitgehend im mittelalterlichen Originalzustand erhaltene Höhenburg in Westfalen. Die Anlage reicht auf das 13. Jahrhundert zurück. Bis 1807/08 bildete das Schloss den politischen Mittelpunkt und Verwaltungssitz der bis dahin bestehenden Grafschaft Limburg.“ Heute gehört Limburg zu Hagen.
Das Mittagessen im Hafen-Restaurant Dortmund-Nordstadt. um 13 Uhr war günstig und reichhaltig.
Running Gag: Wo ist der Elefant?Richtig! Da ist er ja!
Um 14.30 Uhr ging es weiter nach Oberhausen zum Gasometer, wo die Ausstellung zum Wald beucht werden konnte.
Gasometer Oberhausen.
Um 18 Uhr traf man sich abschließenden traditionellen Eisessen im Centro Oberhausen.
🔋🚗 Einladung zur Tour de Ruhr 2026 – 35 Jahre Elektromobilität on Tour
Liebe Freunde der Elektrofahrzeuge, wir freuen uns, Euch herzlich zur diesjährigen Tour de Ruhr einzuladen!
Am Samstag, den 18. Juli 2026 feiern wir gemeinsam das 35-jährige Bestehen unserer traditionellen Ausfahrt für Elektroautofahrer im Ruhrgebiet – organisiert von ISOR (Interessengemeinschaft Solarmobil Ruhrgebiet).
Auch in diesem Jahr erwartet Euch eine spannende, abwechslungsreiche Tour mit genügend Zeit für Technik, Gespräche und gemeinsame Erlebnisse.
Die Tour führt uns von Dortmund aus zu spannenden Sehenswürdigkeiten rund um die Ruhr, Kultur und Industriegeschichte. Die gesamte Strecke beträgt ca. 100 km und ist somit für jedes E-Auto geeignet.
Tagesprogramm:
🕘 09:00 Uhr – Treffpunkt und Start in Dortmund 📍 Wanderparkplatz gegenüber Hohensyburgstraße 169 (also gegenüber vom Road Stop Restaurant), 44265 Dortmund
Begrüßung, Ausgabe der Roadbooks, etwas Ladezeit & Infos zur Tour
🚏 Station 1: „Hohensyburg und des Kaiser Wilhelm Denkmals mit Panoramablick über den Hengsteysee“
🚏 Station 2: „Schloss Hohenlimburg“ Alter Schloßweg 30, 58119 Hagen
🍽️ Mittagspause im „Hafen Restaurant Dortmund“ Feldherrnstraße 41, 44147 Dortmund Gemeinsames Mittagessen im Herzen des Ruhrgebiets. Menükarte: hafenrestaurant-dortmund.de
🚏 Station 3: „Gasometer Oberhausen“ Arenastraße 11, 46047 Oberhausen
🚗 Ziel & Abschluss: Kaffee mit Kuchen und/oder natürlich Eis gegen 18:00 im Centro Oberhausen
🔋 Ladeinfrastruktur an den Stops ist verfügbar.
Fahrgemeinschaften willkommen – Eintrittsgelder, Mittagessen und Getränke werden von jedem Teilnehmer selbst getragen, daher keine Startgebühr.
Lasst uns 35 Jahre Tour de Ruhr feiern – mit Strom, Charme und Geschichte!. Wir freuen uns auf eine energiegeladene Tour – gemeinsam auf Rädern mit Zukunft!
Für ein Erinnerungsfoto durfte der Kapellenplatz befahren werden.
Lüdinghausen. Die 20. Solarchallenge Münsterland war nach Aussagen der Teilnehmer ein voller Erfolg. Die Sonne belohnte die Solarmobilisten mit Strahlen ohne Einschränkung, die ausgewählten Ziele der Rallye waren vielfältig und abwechslungsreich gewählt, die Basisstation am Gymnasium Canisianum erwies sich wieder als Glücksfall für Organisatoren und Fahrer. Besonderes Lob verdient die ausgezeichnete Verpflegung in der Schulmensa.
Am Freitagnachmittag startete die Tour bei der Firma Reiling in Münster, die sich dort auf das Recycling von Solarzellen spezialisiert hat.
Frau Sarah Menden vom Marketing der Firma begrüßte die Gäste bei Getränken und Kuchen und stellte zunächst die familiengeführte Firma vor. Seit fast 70 Jahren widmet sich diese dem Glasrecycling, die Tochterfirma PV-Recycling ist seit 2023 als eine der ersten in der Lage, Solarzellen in besonders reine Fraktionen zu zerlegen.
Nachdem alle eingetroffen waren, gb es erst einmal Kaffee und Kuchen.Frau Sarah Menden (Marketing) erläutert, was an diesm Standort der Firma passiert.
Die dafür entwickelte Maschine blieb für die Zuschauer eine blue box im Hintergrund, gezeigt wurden die von ihr in größter Reinheit produzierten Produkte. Das Einbringen der gelagerten Schrott-Module mit großen Radladern tat den PV-Nutzern – und das sind eigentlich alle alten Elektroauto-Enthusiasten – natürlich weh, aber die Kenntnis, dass die gelieferten Endprodukte wie Glas, Aluminium und Silizium sowie das Kupfer aus den Kabeln wiederverwendet werden, überzeugte dann doch. Lediglich die Folien müssen verbrannt werden, werden also zumindest thermisch genutzt.
Glas, Aluminium und Silizium in verschiedenen reinen Fraktionen.
Die eigentliche Tour am Samstag führte die E-Mobilisten zunächst zur Mühle Zumbülte in Nottuln.
Mühle Zumbülte, immer noch im Familienbesitz.
Die Mühlen-Crew vom Heimatverein Nottuln um die Besitzer-Familie Zumbülte ist in Bezug auf Enthusiasmus für die Sache den Elektroautobastlern mehr als ebenbürtig. Mit großer Leidenschaft haben sie in jahrelanger Ehrenarbeit die Mühle nicht nur vor dem Verfall gerettet, sondern die volle Funktionalität aller Teile wiederhergestellt. So läuft die Mühle wieder, allerdings ohne Korn zu mahlen, dazu gibt es keine Lizenz, und das regelmäßige Reinigen ist gar nicht von Ehrenamtlern leistbar. Allein die regelmäßigen Pflege- und Erhaltungsmaßnahmen beschäftigen den Verein zur Genüge. Einzig der riesige alte Elektromotor, der mit seinen 24 PS zeitweilig die Wasserkraft des Nonnenbachs ersetzen musste, läuft (noch) nicht, aber die Diskussion über das zum Anlaufenlassen nötige Steuergerät (Betriebskondensator) war für die Elektriker unter den Elektrofahrern allein schon interessant.
Der alte Elektromotor und rechts der Kondensator zum Starten. Wer möchte ihn reparieren?
Ganz anders, aber nicht weniger spannend, war die Führung durch das Stift Tilbeck mit seinen Einrichtungen durch den Ehrenamtskoordinator Reinhard Nieweler.
Rainer Nieweler zeigt die Kunstschätze der Kapelle „Maria hilf“.
Er beleuchtete zunächst die Geschichte des 1881 gegründeten Stifts und erläuterte in der Kapelle die dortigen Kunstwerke, den Altar und die Glasbildfenster. Ursprünglich von Gertrud Teigelkemper als Anstalt für Epilepsiekranke erbaut, kümmert sich die Einrichtung heute ganz allgemein um behinderte Mitmenschen, die größtenteils auch dort wohnen und in Behindertenwerkstätten arbeiten.
Darüber hinaus gibt es dort ein Altenheim, eine Kaffeerösterei, den bekannten Bücherturm und einen Secondhand-Laden. Ein Spaziergang durch die Anlage führte auch zu dem erst 2001 erstellten Denkmal für 228 Menschen mit Behinderung. „Der gebrochene Engel“ erinnert an die Deportation und die Ermordung im Rahmen der Euthanasie-Aktionen im dritten Reich.
„Der gebrochene Engel“, ein Denkmal für die Opfer der Nazizeit.
Erwähnt wurde auch der Übergang der Stiftung Tilbeck zu den Alexianern, deren Wirken mit Spannung und Hoffnung erwartet wird. Zur gelebten Inklusion gehört neben der Münsterland-Schule auch das Café, wo sich die Teilnehmenden bei Kaffee, Kuchen und Eis von den vielen neuen spannend erzählten Informtionen erholen konnten für den dritten Teil der Ausfahrt zum Museum für Glaskunst in Lette.
Die Ernsting-Stiftung auf dem alten Hof Herding zeigt dort die Neuerwerbungen aus dem Jahr 2025 unter dem Thema „Wo ist mein Paradies“. Bewundert wurden die sehr aufwendig erstellten Glaskunstwerke, die man nur unter sachkundiger Führung in ihrer kunsthandwerlichen Ausführung verstehen kann.
Bei der Glaskunst gehört zur künstlerischen Idee auch handwerkliches Geschick.
Nach der für Elektroautoenthusiasten nicht alltäglichen Einführung in Geschichte, Kunst und Kunstgeschichte freuten sich die Fahrer auf den Grillabend auf dem Hof des Canisianums. www.el-team-muensterland.de
Jubiläum auf leisen Rädern: Solarchallenge Münsterland 2026 startet in Lüdinghausen
Das Flagschiff kommt von Rüschkamp, der KIA PV5
Vom 24. bis 26. April 2026 findet die 20. Solarchallenge Münsterland statt. Erwartet werden rund 20 Teilnehmer mit ihren Elektrofahrzeugen.
Der Startschuss fällt am Freitagnachmittag in Münster: Dort erhalten die Teilnehmenden zunächst Einblicke in moderne Kreislaufwirtschaft bei einer Führung durch das Photovoltaik-Recyclingunternehmen Reiling. Im Anschluss werden die Fahrzeuge auf dem Schulhof des Gymnasiums Canisianum in Lüdinghausen präsentiert – ein fester Treffpunkt der Szene und zugleich Basislager.
Am Samstag startet die Ausfahrt durch das Münsterland. Die Route führt unter anderem zur Mühle Zumbülte in Nottuln und weiter zum Stift Tilbeck. Dort werden die Fahrzeuge ab 12:30 Uhr auf dem Kapellenplatz ausgestellt. Anschließend steht ein Besuch des Glasmuseums Lette auf dem Programm, inklusive einer Führung durch Museumsleiter Wilhelm Vernim.
Der Abend klingt traditionell in geselliger Runde aus.
Am Sonntag endet die Veranstaltung nach einem gemeinsamen Frühstück und einem abschließenden Eisessen.
Am Freitag ab 15 Uhr treffen wir uns bei der Firma Reiling PV Recycling in Münster zunächst zum Kaffeetrinken und dann (15.30 Uhr) zur Betriebsführung. Wir werden sehen, wie die alten Module geschreddert werden und welche neuen Recycling-Produkte daraus werden. Da es immer schwieriger wird, Betriebsführungen an einem Samstag zu bekommen, haben wir diesen Tourpunkt vorgezogen.
Adresse: Zum Heidehof 87, 48157 Münster-Coerde.
Für alle anderen geht es wie gewohnt mit dem gemeinsamen Pizzaessen am Abend im Fahrerlager am Gymnasium Canisianum (Cani) los.
Adresse: Disselhook 6, 59348 Lüdinghausen.
Traditionell gibt es abends Pizza vom Blech. Schlafen kann man wieder in der Aula der Schule.
Geparkt wird wieder auf dem hinteren Schulhof, erreichbar über die Zufahrt zur Musikschule, am Ende der Straße Freiheit Wolfsberg durch den Park. Dort werden die Fahrzeuge der Öffentlichkeit präsentiert.
Datum/Zeit
Ort
Adresse
Internet
Strecke
Lademöglichkeit
15.00 Uhr
Treffen bei Firma Reiling PV Recycling in Münster Kaffeetrinken
Am Samstag frühstücken wir wie immer in der Mensa des Canisianums – Ab diesem Jahr unter neuer Leitung.
Um 9:15 Uhr startet die Tour durchs schöne Münsterland zur Mühle Zumbülte. Die Mühle ist eine Wassermühle am Oberlauf des Nonnenbachs in Nottuln. Die Kraftübertragung erfolgt über Lederriemen und alle Anlagen der Mühle sind voll funktionsfähig, sodass wir auch einiges in Aktion erleben werden.
Um 12:00 Uhr geht es weiter zum 10 km entfernten Stift Tilbeck. Dort dürfen wir – ausnahmsweise – auf dem Kapellenplatz parken und die Fahrzeuge vor historischer Kulisse präsentieren. Für die Zufahrt wird die Absperrung an der Zufahrt am Wasserturm geöffnet. Eine Führung durch diese soziale Einrichtung für ganz besondere Menschen wurde uns für 12:30 Uhr bestätigt. Wir dürfen die Fahrzeuge auf dem Kapellenplatz vor der Kapelle parken. Der Führer macht etwas Werbung bei den Bewohnern, wir sollen also etwas Zeit einplanen, dass wir vereinzelt Auskunft zu den Fahrzeugen geben können. Die Führung dauert 1,5 Stunden, davon 30 Minuten in der Kapelle zur Entstehungsgeschichte von Stift Tilbeck; Soziale Arbeit im Wandel der Zeit (Integration in den 90ern, Inklusion ab den 2000ern), etwas zur Kapelle (neugotischer Bau), zu den Alexianern, die Tilbeck demnächst vom Bistum übernehmen. Anschließend die Führung über das Gelände mit ca. 1 Stunde.
Wer sich anschließend mit Kaffee und Kuchen stärken möchte kann dies ab 14 Uhr im Gartencafé Tilbecks tun. Wer keinen Kaffee / Kuchen möchte, kann am Fahrzeug stehen und sich mit den Bewohnern unterhalten oder den Garten und den Barfußpfad erkunden.
Um 15 Uhr brechen wir auf zum Glasmuseum Coesfeld Lette. Dort steht uns ab 15.30 Uhr der Museumsleiter Wilhelm Vernim für eine Führung zur Verfügung.
Abends wird wieder im bewährten Einsatz von Lukas und Fabian gegrillt. Thomas wird wieder die dicken Leitungen für Strom zum Laden auslegen.
Ende des letzten Jahrhunderts ging es los mit der sog. Neuen Elektromobilität, auch in Lüdinghausen. Eine Vorreiterrolle spielte damals das Autohaus Rüschkamp. Und eine Schule, das Gymnasium Canisianum, das damals eine der ersten PV-Anlagen in Lüdinghausen bekommen hatte. Zur Inbetriebnahme der Solarzellen schenkte Joan Hendrik Rüschkamp seiner alten Schule ein kleines Elektroauto für eine Schüler-AG, das „Sunny-Cani-Team“, das schon 1998 den Umweltpreis der Stadt erhalten hatte. Unter Leitung von Bernd Lieneweg wurde eine kleine Werkstatt eingerichtet, wo das Auto, ein gebrauchtes CityEL, instandgehalten wurde. Regelmäßig nahm das Team ab 1999 an verschiedenen Rallyes für Elektroautos teil. Der zweite Kabinenroller kam von der Wolfsberg-Apotheke, ein dritter wurde gebraucht gekauft. Im Jahr 2000 beteiligten sich zwei Abiturienten des Cani-Teams erstmalig an der Tour de Ruhr durch das Ruhrgebiet. 2001 bezog das Fahrerlager der Tour de Ruhr die Cani-Turnhalle für den Start in Münster und machte Etappenhalt in Lüdinghausen. 2002 beteiligte sich das Schülerteam an der 10. Solarmobil Tour de Ruhr, die bei Rüschkamp in Lünen startete. Die 11. Eco Tour de Ruhr ging von Selm aus, wo auch ein alter umgebauter Opel Kapitän mit Erdgas-Antrieb startete. Stationen gab es in Dortmund und natürlich auch wieder in Lüdinghausen. 2004 kam dann zur Tour de Ruhr als Ergänzung die 1. Solarchallenge Münsterland, die einzige, die von didacTECH ruhrgebiet durchgeführt und im Bauhaus der Burg Lüdinghausen Quartier bezogen hatte. Die 12. ECO-Tour startete gleichzeitig als 1. bundesweiter Erdgasfahrertag. Außerdem fuhr erstmalig ein Mini-Benzin-Elektro-Hybridauto von Suzuki mit. Hendrik Rüschkamp erinnerte an die erste Tour im Sommer 1992, die er in dem Jahr, in dem in Rio die Agenda 21 ins Leben gerufen wurde, mit Arnold Bock und Gerd Petrusch aus Dortmund auf den Weg geschickt hatte. Im November 2004 wurde die lange geplante Solaranlage auf dem Dach des Cani in Betrieb genommen. Erstmals kamen dabei Lukas Nacke und Fabian Pellmann ins Spiel, die heutigen Mitveranstalter der Solarchallenge Münsterland. Als computertechnische Betreuer der PV-Anlage „leckten sie erstmals Strom“ und fanden heraus, dass die Cani-Solarzellen die höchste Effektivität vergleichbarer Anlagen bundesweit aufwiesen (WN 11.11.2004). Es blieb nicht bei der „Heliometrie am Cani“, es war ihr Einstieg in das Autofahren mit der Energie der Sonne. Bei den nächsten Touren entwickelten sie sich von Beifahrern und nach bestandener Führerscheinprüfung zu echten Elektroauto-Piloten. Sie erlebten 2005 den (vergeblichen) Start von Bio-Ethanol in Verbrenner-Autos. Und in den Schulfahrzeugen den Weg von der Bleibatterie über Nickel-Cadmium-Technologie zu den heute üblichen Lithium-Ionen-Batterien. Am Cani bauten sie eine der ersten öffentlichen Stromtankstellen mit auf. Im Sommer 2007 holten sie nach wochenlangem Schrauben, Löten und Spachteln an einem neuen alten Auto (WN 27.7.2007) als Fahrer für das Sunny-Cani-Team den ehrenhaften vierten Platz. Inzwischen war eine größere, professionellere Werkstatt mit Wagenheber und großem Ersatzteillager auf dem Hof Nacke in Kökelsum bezogen. Die Cani-Schüler konnten sich fortan mit drei Autos u.a. auch an der Tour de Ruhr beteiligen. Der letzte Akt des Sunny-Cani-Teams war dann 2008 die Wiederbelebung der Solarchallenge Münsterland, die nun vom Cani aus veranstaltet wurde. Die beiden Schüler machten Abitur, Lehrer Bernd Lieneweg wurde in den Ruhestand verabschiedet. Doch aus dem Ende des Sunny-Cani-Teams wurde die Neugründung des EL-Teams Münsterland. Ein Segen für die Gruppe war der neue Hausmeister am Cani, von Beruf Elektriker, genau der richtige vierte Mann im Team. Ein weiterer Segen für das Treffen der Elektroauto-Enthusiasten ist das Gymnasium Canisianum als Austragungsort der nunmehr 20. Solarchallenge Münsterland, die am kommenden Freitag wieder auf Fahrt geht.
Die 20. Münsterland-Challenge startet 2026 vom 24. bis 26. April.
Am Freitag ab 15 Uhr treffen wir uns bei der Firma Reiling PV Recycling in Münster zunächst zum Kaffeetrinken und dann (15.30 Uhr) zur Betriebsführung. Wir werden sehen, wie die alten Module geschreddert werden und welche neuen Recycling-Produkte daraus werden.
Danach sind die Elektroautos auf dem Schulhof des Gymnasium Canisianum, Disselhook 6, in Lüdinghausen willkommen und werden der Öffentlichkeit präsentiert. Traditionell gibt es abends Pizza vom Blech.
Schlafen kann man wieder in der Aula der Schule.
Am Samstag gibt es das hervorragende Frühstück wie immer in der Mensa, die seit ein paar Monaten unter neuer Leitung arbeitet. Um 11 Uhr startet die Tour durchs schöne Münsterland zum Stift Tilbeck. Eine Führung durch diese soziale Einrichtung für ganz besondere Menschen wurde uns für 12:30 Uhr bestätigt.
Wir dürfen die Fahrzeuge auf dem Kapellenplatz vor der Kapelle parken.
Der Führer macht etwas Werbung bei den Bewohnern, wir sollen also etwas Zeit einplanen, dass wir vereinzelt Auskunft zu den Fahrzeugen geben können.
Die Führung dauert 1,5 Stunden, davon 30 Minuten in der Kapelle zur Entstehungsgeschichte von Stift Tilbeck; Soziale Arbeit im Wandel der Zeit (Integration in den 90ern, Inklusion ab den 2000ern), etwas zur Kapelle (neugotischer Bau), zu den Alexianern, die Tilbeck demnächst vom Bistum übernehmen. Anschließend die Führung über das Gelände mit ca. 1 Stunde.
Dann wären wir um 14 Uhr fertig mit der Führung und könnten die Teilnehmer zum Kaffeetrinken in das Gartencafé schicken. Wer keinen Kaffee / Kuchen möchte, kann am Fahrzeug stehen und sich mit den Bewohnern unterhalten.
Glasmuseum Lette
Ab 15.30 Uhr gibt es eine Führung durch das Glasmuseum in Coesfeld Lette.
Zum 1. Februar 2026 wurde der international tätige Künstler, Kurator, Dozent, Lehrer und Graveur Wilhelm Vernim neuer Museumsleiter des Glasmuseums in Lette.
Abends wird wieder im bewährten Einsatz von Lukas und Fabian gegrillt. Thomas wird wieder die dicken Leitungen für Strom zum Laden auslegen.
Am Sonntag nach dem Frühstück und dem schon zur Tradition gewordenen Gang zur Eisdiele fährt dann wieder jeder (und jede 🙂) nach Hause.
Meldet euch an, indem ihr den Beitrag von 60 € / Person möglichst bald auf das Konto von Lukas Nacke DE03 5001 0517 5587 4712 56 bei der ING einzahlt. Übernachtung, Strom und Essen in der Schule sind inbegriffen. Ein etwaiger Überschuss fließt in die Instandhaltung unserer historischen Fahrzeuge.