19. Tour de Ruhr – Lautlos säuseln

Autoplenum, 2010-07-23

Testbericht vom 23.07.2010

Zwei Hotzis aus unserem Archiv

Stefan Grundhoff

Quelle: Autoplenum, 2010-07-23

Lange Jahre wurden die Teilnehmer der Elektrorundfahrt Tour de Ruhr
belächelt. Viele Zuschauer hielten die Elektrojünger für Spinner. Doch die
Zeiten haben sich geändert.

Heute sind Elektrofahrzeuge in aller Munde und auch bei einer
Veranstaltung wie der 19. Tour de Ruhr durch das Herz von Nordrhein-
Westfalen ist die Aufmerksamkeit der Zuschauer deutlich größer als vor ein
paar Jahren. So ist auch vor dem historischen Bahnhof in Bochum-
Stahlhausen, unweit des bekannten Eisenbahnmuseums, jede Menge los,
als die rund 30 Elektrofahrzeuge Zwischenstation im südlichen Ruhrgebiet
machen. Star im Elektrofeld sind der sehenswerte Tazzari Zero, der
norwegisch-bunte Think oder der Smart Fortwo der Bochumer Firma Bea-
Tricks, die Elektroumbausätze für Serien-Modelle verkauft. Seit Jahren eine
feste Größe im Feld ist der einsitzige City EL, das nach wie vor
meistverkaufte Elektroauto der Welt oder das Twike, eine Mischung aus
Kabinenroller und Elektrofahrrad mit einer Reichweite von 200 Kilometern.
Tour de Ruhr – Lautlos säuseln
Die Teilnehmer der 19. Tour de Ruhr präsentieren am Bahnhof in
Stahlhausen nicht nur die eigenen Fahrzeuge, sondern sie tanken auch
nach. Schließlich muss auf der Tour durchs Ruhrgebiet eine Gesamtstrecke
von 100 Kilometern zurückgelegt werden. Kein Problem für die
Großserienfahrzeuge. Bei den Bastellösungen wie umgebauten Fahrrädern
mit Elektro-Hilfsmotor oder den Elektrorollern sieht das schon anders aus.
„Ist doch prima, wenn die Autos ohne einen lauten Motor fahren“, blickt
Anwohner Herbert Reuper aus Bochum-Stahlhausen in den Innenraum
eines weißen Elektroflitzers, „mir wäre der Wagen aber zu klein. Haben die
keine größeren Autos?“ So heißt es bei der Tour de Ruhr für die meisten
Piloten und Beifahrer an erst einmal Aufklärungsarbeit leisten. Besonders
bei Nico Blüggel von der Hochschule in Bochum ist eine Menge los. Die
Elektroflunder steht vor dem Bahnhof Stahlhausen wie in Stein gemeißelt.
Doch die Sonnenkollektoren saugen die kräftigen Strahlen heute umsonst
in sich auf.

„Leider können wir diesmal nicht mit unserem Auto starten“, erklärt
Student Nico Blüggel, „das ist unser Elektrofahrzeug, was wir für die World
Solar Challenge im Oktober 2009 aufgebaut haben.“ In Australien war der
Elektro-Rochen mit dem Namen BO-Cruiser erfolgreich am Start und legte
mehr als 3.000 Kilometer zurück. Der Einsitzer hat eine
Höchstgeschwindigkeit von über 120 km/h und wiegt gerade einmal 250
Kilogramm. Nico Blüggel: „Der Wagen hat eine Reichweite von 300
Kilometern. Wir bauen derzeit jedoch an einem neuen Fahrzeug mit zwei
Sitzplätzen für die Global Green Challenge 2011. Daher hat es hier mit der
Teilnahme hier nicht geklappt.“ Das Elektroauto selbst wurde in
zweijähriger Arbeit von 35 Studenten der Hochschule Bochum entwickelt.
Es sieht aus wie ein Raumschiff aus der fernen Zukunft.

Links und rechts vom Fahrer befinden sich die beiden Lithium-Ionen-
Akkumodule mit einer Gesamtleistung von 1.250 Watt. Aus den 30
Kilogramm schweren Akkus werden die beiden Radnabenmotoren befeuert,
die die Vorderräder antreiben. Vielleicht klappt es bei der 20. Tour de Ruhr.
Ein paar mehr Fahrzeuge dürften es im nächsten Jahr wohl sein.

Tazzari Zero von Dietrich Koch
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19. Tour de Ruhr 2010

19. Tour de Ruhr 2010 letztmals bei Hansemann

Unter der Schirmherrschaft des Dortmunder Oberbürgermeisters Ullrich Sierau fand vom 16. bis 18. Juli die 19. Tour de Ruhr statt. Etwa 50 Elektrofahrer (von Fahrrädern, Rollern, dreirädrigen Kabinenrollern, vierrädrigen PKWs und sogar zwei Kleinlastkraftwagen) aus ganz Deutschland hatten sich am Freitag im Fahrerlager am Bildungszentrum Hansemann in Dortmund-Mengede eingefunden. Mit dabei waren vom Sunny-Cani-Team Lüdinghausen, vom el-team-muensterland und vom Autohaus Rüschkamp Sylvia Illberger (auf Hotzenblitz), Lukas Nacke und Fabian Pellmann (beide auf CityEL), Nico Rusu (auf Ecocraft Ecocarrier) und Bernd Lieneweg (diesmal auf Th!nk, einem norwegischen Hightech-PKW). Während Nico Rusu mit seinem Kleinlastwagen konkurrenzlos blieb, belegte Bernd Lieneweg trotz guter Bergwertung nur den 6. Platz in der Wertung um den niedrigsten Verbrauch, da ihm der Fahrspaß mit einem flotten Fahrzeug wichtiger war als das Energiesparen durch langsames Fahren. Die anderen Lüdinghauser Teilnehmer waren als Helfer eingesetzt und konnten so nicht in der Wertung mitfahren.

Am Samstag wurden der historische Bahnhof in Bochum Dahlhausen und das Museum „Strom und Leben“ in Recklinghausen besichtigt, wo auch eine Probefahrt mit dem legendären Tesla Roadster möglich war. Besonders interessant für die Elektromobilisten war die gerade erst eröffnete Abteilung für Elektroautos. Am Sonntag ging es schließlich zum Quantya-Park in Unna, wo die Fahrer auf einer Offroad-Piste Erfahrungen auf elektrischen Cross-Motorrädern sammeln konnten. Mit der Siegerehrung und der Pokalverleihung ging die Rallye am Sonntagnachmittag zu Ende. Der Wanderpokal für den Pechvogel des Jahres ging an Matthias Kynast aus dem Sauerland, der mit einem Motorschaden auf der Strecke geblieben war.

Rusu schätzt den ECOCarrier sehr. Als zuständiger Cheftechniker der Tour hat er immer jede Menge zu transportieren, nun erstmalig auch mit Elektroantrieb.
Als Schirmherr der Tour de Ruhr eröffnet OB Ullrich Sierau die Rallye 2010.
Im Eisenbahnmuseum Dahlhausen traf sich die Spitzentechnik von vorgestern mit der Hightech von morgen: Bernd Lieneweg mit dem Th!nk aus Norwegen.
Lukas Nacke auf Quantya im Offroad-Park von Unna.
Sylvia Illberger präpariert sich für die Piste. 
Bei der Hitze macht das Organisieren durstig: Fabian Pellmann und Lukas Nacke erfrischen sich nach der Bergwertung.
Auch das Auto fährt rein elektrisch: Ford pickup aus Amerika von Uli Senkowsky.
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Tour de Ruhr 2009

Sylvia ist zum ersten Mal dabei. Rüschkamp hat noch ein neues blaues EL. – Loremo kam auf den Markt. An der Petrikirche wurden die Autos präsentiert.

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3. Solarchallenge 2009 vom 30. April bis zum 3. Mai

BM Peter Amadeus Schneider zeigt uns die erste PV-Freiflächenanlage in der Region (Appelhülsen).
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Berlin-Rundfahrt anlässlich der Verleihung des Bundesumweltpreises „Jugend mit unendlicher Energie“ in der Berliner Kunsthalle

Mit drei ELs auf dem Anhänger machten wir uns auf den Weg nach Berlin. Vater Nacke machte es möglich. In der Kategorie nachhaltige Mobilität hatten wir uns als Gruppe beworben mit dem Projekt „Lothar – das Sunny-Cani-EL“. Der Preis kam von Daimler. Nach eineinhalb Stunden Feier und Preisverleihung einschließlich Catering war der Spuk vorbei, flug war die temporäre Kunsthalle wieder Kunsthalle. Auf eigene Faust fuhren wir mit den ELs zum Brandenburger Tor (was eigentlich verboten war) und machten Erinnerungsfotos, dann ging es auch schon wieder zurück nach Olfen. Am 1. Juni 2007 startete Bundesumweltminister Sigmar Gabriel die bundesweite Jugendaktion. Im April 2008 ging der Wettbewerb „Meine Umweltidee“ an die Schulen. Bis zum 31. Januar 2009 kamen 399 Bewerbungen zusammen, Vertreter der besten Beiträge wuren nach Berlin eingeladen.

WN-Bericht
Bericht RN

Angelica Schwall-Düren besuchte anschließend unsere Werkstatt in Olfen und bekam von uns als Dank den goldenen Schraubenschlüssel überreicht.

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2009 wurde noch einmal der Fuhrpark erweitert

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Tour de Ruhr 2008 mit Ruhrsymposium

Tour de Ruhr 2008

Niko beim Ruhrsymposium bei Hansemann mit einem Sparrow von Ulli

 

 

 

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2008: Wiederbelebung der Solarchallenge Münsterland

Vier Jahre nach der einmaligen Solarchallenge von Manfred EL-wing wollten wir, Bernd, Fabian, Georg, Hendrik und Lukas, vom Cani aus wieder eine „Münsterland-Challenge“ starten. . Voller Enthusiasmus und nachhaltig gelang dem Sunny-Cani-Team diese „Lusttour“. Schöne Ziele im Münsterland zu finden und dann lautlos durch die Landschaft zu cruisen, das fand Anklang über das Münsterland hinaus. Die Solarchallenge war wiedergeboren und blieb am leben. Thomas, der dann später dazu kam, hatte einen großen Anteil an dem Gemeinschaftsprojekt. Das Zustandekommen der Elektrofahrertreffen am Cani über viele Jahre wäre ohne ihn wohl nicht denkbar gewesen. Und das sagenhafte Frühstück von Heike in der Schulmensa ist auch immer wieder verlockend.

Ab 2008 kommt Beate ins Spiel (Bernds Auto tankt elektrisch/ 16.5.08 in Nordkirchen

Auftaktveranstaltung zur Woche der Sonne in Nordkirchen (RN: Lisa Seiler, 14.05.08)

Lukas Nacke hat bei der Auftaktveranstaltung der ,,Woche der Sonne den besten Platz erwischt. Der Schüler hat sein knallrotes Solarmobil mitten in der warmen Abendsonne geparkt. 1000 Euro hat ihn die Anschaffung gekostet. Lukas findet, das zahlt sich aus. Auf hundert Kilometern kostet mich der Strom 60 bis 80 Cent, je nach Strompreis und Landschaft“, erzählt er. „Für mich lohnt sich das. Ich hätte auch gar nicht das Geld, um mit einem dicken Auto durch die Gegend zu fahren.“

Mit dem knallroten Solarmobil aus Lüdinghausen ist Lukas ist mit dem Sunny-Cani-Team zur Johann-Conrad-Schlaun-Schule nach Nordkirchen gekommen, das ist eine AG des Gymnasiums Canisianum in Lüdinghausen. „Das erste Solarmobil hat uns das Autohaus Rüschkamp zur Verfügung gestellt“, erzählt Lehrer Bernd Lieneweg, der das Sunny-Cani-Team gegründet hat. Dieses Urmobil habe ein Schüler des Gymnasiums leider zu Schrott gefahren, dabei könne man im Grunde nicht viel falsch machen. ,,Das ist wie Autoscooter: reinsetzen, Gas geben und bremsen.“

Lukas bei der Woche der Sonne in Nordkirchen (RN: Lisa Seiler, 14.05.08)

Ab 2008 kommt dann auch Beate ins Spiel (Bernds Auto tankt elektrisch/ 16.5.08 in Nordkirchen bei der „Woche der Sonne“.
WN: Franz Alt sprach am Cani 2004 vor vollem Haus. Der Vortrag wurde 2008 in Nordkirchen wiederholt.

HALLO: Projekte sorgen für eine zukunftsfähige Gesellschaft.

Aus dem Sunny-Cani-Team wird nun das EL-Team Münsterland. Bernd, Fabian und Lukas verlassen das Cani. Thomas kommt neu an die Schule. Die Vier machen gemeinsam weiter.

WN: Die Tour de Ruhr wird neben der Solarchallenge auch noch regelmäßig besucht. (s. auch blog www.isor-portal.org )
2008 kommt auch noch „derWOLF“ vom Wolfsberg zu uns.
Das Solarauto von Lukas Nacke, ohne seine Arbeit gäbe es so manches EL nicht mehr
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Tour de Ruhr 2007

Tour de Ruhr 2007

 

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Tour de Ruhr 2005 – ein kritischer Rückblick von Gerd Petrusch

Tour de Ruhr 2005 – ein kritisches Nachwort

15.  Juli 2005

Liebe Freunde der regenerativen und alternativen Antriebsenergien.
Liebe Teilnehmer, Helfer, Sponsoren, kurzum an alle.

Ich hoffe, dass auch diese Tour de Ruhr 2005 für alle ein Erfolg gewesen war.
Ich möchte mich bei allen, die zu diesem Erfolg beigetragen haben, nochmals bedanken.
Im nächsten Jahr wird die Tour de Ruhr wieder statt finden, doch diesmal nicht unter meiner Regie. Erst 2007 werde ich die nächste Tour organisieren.
In den letzten Jahren ist bei mir vieles zu kurz gekommen, ich muss mich besonders um mein Geschäft kümmern, damit das alles wieder in Ordnung kommt. Auch meine Gesundheit ist mir wichtig. Unserem langjährigen Pionier Thomic Ruschmeyer sage ich Dank, denn er ist für die Solare Mobilität Tag und Nacht im Einsatz, ebenso Roland Reichel. Da an der letzten Tour mein Fahrzeug kaputt ging, danke ich den beiden, Helmut Scheffers und Ulli Senkowsky, für das sofortige Bemühen, meinen AX wieder zum Fahren zu bekommen.
Unser ISOR Team ist ohne Zweifel das beste Team, das im Improvisieren Weltmeister ist.
Wir möchten die Tour de Ruhr vielfältig gestalten und möchten von euch Anregungen bekommen, z.B. ob mit oder ohne Wertung, ob lange oder kurze Strecken, ob mit Unterhaltung oder nur gemütliches zusammen sein, ob mit oder ohne Besichtigungen, ob ein 12- oder 24-Stunden-Rennen oder eine Wintertour, ob mit Sonderprüfungen oder nicht, ob nur eine Solarparade, oder, oder. Bitte ruft uns an oder schickt uns ein Mail oder schreibt uns. Ich bin sehr sehr müde und fahre vom 24. Juli bis zum 6. August in den Urlaub.

Mit freundlichen, sonnigen und alternativen Grüßen

  Gerd Petrusch.

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